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Gesundheit

Alle Tage wieder: Regelbeschwerden und PMS

Die monatliche Regelblutung ist für Frauen ein fester Termin im Kalender, auf den sich wahrscheinlich die wenigsten wirklich freuen. Eigentlich wäre sie nicht weiter schlimm, würde sie nicht bei vielen von Beschwerden begleitet, die einem die Tage regelrecht verderben. Diese Beschwerden können verschiedene Ursachen haben.

Wenn die Periode heranrauscht, hat sie meist ein paar fiese Begleiter im Gepäck: Am häufigsten sind das Schmerzen und Krämpfe im Unterleib, die bis in den Rücken und die Beine ausstrahlen können. Manchmal gesellen sich noch weitere unschöne Symptome hinzu wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Einigen Frauen wird an den Tagen während der Tage auch durch Kopfschmerzen, Schwindel oder ein generelles Unwohlsein das Leben schwer gemacht – braucht zwar keine, aber leider kann man sich das ja nicht immer aussuchen.

In der Medizin wird eine schmerzhafte Regelblutung als Dysmenorrhoe bezeichnet. Die Schmerzen werden durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur ausgelöst – wodurch am Ende eines Zyklus die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird, wenn es nicht zur Befruchtung der Eizelle kam. Ärzte unterscheiden zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe. Die primären Regelschmerzen werden allein durch das besagte Zusammenziehen der Gebärmutter ausgelöst und beginnen meist im jungen Alter. Die sekundären Regelschmerzen treten dagegen nach zuvor relativ beschwerdefreier Monatsblutung auf. Sie können unter anderem durch gutartige Veränderungen in der Gebärmutter, durch eine Endometriose oder durch die Verwendung der Spirale als Verhütungsmittel verursacht werden.

PMS – wenn es bereits vor der Menstruation ungemütlich wird

Als wäre das nicht schon genug, womit man sich als Frau auseinandersetzen darf, gibt es noch das prämenstruelle Syndrom (PMS). Damit geht der Spaß bereits ein Weilchen vor dem Einsetzen der Menstruation los. Die PMS-Symptome sind vielfältig und treten bis zu vierzehn Tage vor der Blutung auf. Während viele Frauen nur wenige leichte Symptome spüren, werden laut Studien ungefähr ein Drittel der Frauen von stärker ausgeprägten Beschwerden geplagt.

Dazu gehören zum Beispiel Spannungsgefühle in den Brüsten, Ziehen im Unterleib, Rücken- und Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen und Kreislaufprobleme. Oft tun die Gelenke oder Muskeln weh. Und zu den körperlichen Beschwerden kommen häufig psychische wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Wut, Angst, Konzentrationsstörungen oder Heißhungerattacken. Zudem verfolgt PMS manche Frauen bis in die Nacht, denn auch Schlafstörungen können damit zusammenhängen. Wenn die Symptome vor allem die Psyche betreffen und dabei sehr stark ausgeprägt sind, sprechen Mediziner übrigens von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS).

Woher genau PMS rührt, ist trotz intensiver Forschung noch nicht eindeutig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass es unterschiedliche Ursachen geben muss. Im Fokus stehen besonders die hormonellen Schwankungen während der zweiten Zyklushälfte, also der Zeit zwischen dem Eisprung und dem Beginn der Regelblutung, in der der Progesteronspiegel steigt und der Östrogenspiegel sinkt. Die Medizin vermutet, dass Frauen mit PMS empfindlicher auf diese Hormonschwankungen reagieren als Frauen ohne PMS. Die Lebensgewohnheiten könnten ebenfalls eine Rolle spielen und auch psychische und genetische Faktoren werden bei der Entstehung von PMS-Symptomen in Betracht gezogen.

Falls Dich Deine Regelbeschwerden massiv in Deinem Alltag beeinträchtigen, sprich am besten mit Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt darüber. Sie können feststellen, ob hinter Deinen Symptomen Dysmenorrhoe oder PMS stecken – oder ob es dafür vielleicht eine andere Ursache gibt, wie etwa eine Erkrankung der Schilddrüse.

Was Du selbst gegen Deine Regelbeschwerden tun kannst, erfährst Du hier.

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